137.000 Personen baten Lebensmittelbank um Hilfe

Dieses Jahr haben rund 137.000 Personen kostenloses Essen bei einer der Einrichtungen des Belgischen Bundes der Lebensmittelbanken erhalten. Das ist ein Rekord und entspricht einem Anstieg um 5 % gegenüber 2014. Rund 100 kg Nahrungsmittel wurden 2015 pro Person ausgegeben.

Die Lebensmittelbanken arbeiten sowohl mit Lebensmitteln, die die Europäische Union produzieren lässt oder finanziert, als auch mit Überschüssen aus der hiesigen Produktion, aus Supermärkten oder von Einzelhändlern. Diese Lebensmittel werden über hunderte lokale und ehrenamtliche Vereinigungen an Personen oder Familien ausgeteilt, die vom Einkommensminimum leben müssen oder deren Einkommen auch darunter liegen.

„Dieses Jahr haben wir pro Person durchschnittlich 100 kg Lebensmittel ausgegeben.“, erklärte Alfons De Vadder, der Generaldirektor des Belgischen Bundes der Lebensmittelbanken gegenüber der flämischen Tageszeitung Gazet Van Antwerpen. „Im vergangenen Jahr haben wir Essen unter 130.030 Personen verteilt und dieses Jahr schließen wir bei etwa 137.000 Betroffenen ab.“ Dieser steigende Trend zeige sich bereits seit einigen Jahren, so De Vadder.

Einer der Gründe für diese Entwicklung ist laut der Lebensmittelbanken-Union die Tatsache, dass die Zahl der Anträge auf Hilfe hierzulande rascher ansteigt als die eigentliche Armutsrate, weil die Arbeit dieser Einrichtungen immer bekannt wird. Nichts desto trotz ist die Entwicklung besorgniserregend, denn auch in Belgien kommen immer weniger Haushalte mit ihrem Einkommen rund.