Belgiens älteste Reaktoren sind wieder aktiv

Am Mittwochmorgen ist Doel 1, einer der ältesten Kernreaktoren Belgiens, wieder hochgefahren worden. Die Anlage wird Schritt für Schritt wieder in Betrieb genommen und soll am Neujahrstag wieder ans Netz gehen. Für den mittlerweile 40 Jahre alten Meiler würde erst kürzlich eine Laufzeitverlängerung vereinbart.

Der Meiler Doel 1 im gleichnamigen Kernkraftwerk bei Antwerpen (Foto oben) wurde am 15. Februar dieses Jahres abgeschaltet, da er 40 Jahre alt geworden war. Dies war das gesetzliche Maximalalter und die Anlage wurde im Zuge des geplanten Atomausstiegs in Belgien vom Netz genommen.

Doch die aktuelle Mitte-Rechts-Regierung in Brüssel beschloss, die Laufzeiten der Meiler Doel 1 und 2 um 10 Jahre zu verlängern. Dem zuvor gingen noch anpassende Arbeiten durch Kraftwerksbetreiber Electrabel (eine Tochter des französischen GDF Suez-Konzerns) und eine Abnahme durch die staatliche belgische Kontrollinstanz für Nuklearanlagen, FANC.

Doel 2, der Reaktor der 1975 gemeinsam mit Doel 1 in Betrieb gegangen war, wurde bereits in der vergangenen Woche wieder hochgefahren. Die Wiederinbetriebnahme der beiden 40 Jahre alten Atomreaktoren ist im In- und im Ausland heftig umstritten, doch die Bundesregierung hält diese Laufzeitverlängerung im Zuge der garantierten Energiesicherheit im Land für unverzichtbar.

Inzwischen wird auch die nicht minder umstrittene Wiederinbetriebnahme des Meilers Doel 3 in Angriff genommen. Dieser Meiler, der lange stillgelegt war, weil in dessen Reaktorummantelung Haarrisse festgestellt wurden, sollte ebenfalls bereits wieder am Netz sein, doch technische Probleme und Pannen sorgten für eine Verzögerung. Doch am 6. Januar soll auch dieser Meiler wieder hochgefahren werden.