Terrorverdächtige waren Motorradrocker

Die islamistische Terrorzelle, die am vergangenen Montag von Polizei und Justiz ausgehoben wurde, entstand innerhalb eines Brüsseler Motorradclubs. Die berüchtigten „Kamikaze Riders“ hegen Sympathien für islamistische Terrorgruppen, wie IS. Entsprechende Meldungen in den Medien wurden von der Bundesstaatsanwaltschaft inzwischen bestätigt.

Die beiden von der Polizei am Montag verhafteten Terrorverdächtigen befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Sie hatten konkrete Pläne ausgearbeitet, um in der Neujahrsnacht Anschläge auf den Großen Markt in Brüssel und auf das nahegelegene Polizeikommissariat zu verüben.

Die beiden Verhafteten, Saïd S. und dessen Handlanger Mohamed K., sind Mitglieder des in der belgischen Hauptstadt berühmt-berüchtigten Motorradclubs „Kamikaze Riders“, dem Sympathien zur inzwischen verbotenen Sharia4Belgium und zu Terrorgruppen, wie IS, nachgesagt werden.

Die Motorradrocker haben auch Verbindungen zur Familie Elouassaki aus Vilvoorde (Flämisch-Brabant), aus der gleich mehrere Söhne in Syrien für islamistische Terrorgruppen kämpfen. Bei den Hausdurchsuchungen im Zuge der Verhaftung der beiden Terrorverdächtigen soll nach Medienberichten auch militärische Kleidung entdeckt worden sein. Möglicherweise wollten sich die mutmaßlichen Terroristen als Soldaten getarnt unter die Menge der Neujahrfeiernden mischen, um keinen Argwohn auszulösen.

Ob die öffentlichen Neujahrsfeiern und das große Feuerwerk der Stadt angesichts der erneuten Terrorbedrohung wirklich stattfinden können, muss noch entschieden werden. Jährlich strömen bis zu 100.000 Menschen gegen Mitternacht ins Brüsseler Stadtzentrum, um gemeinsam zu feiern und das Feuerwerk zu bestaunen.