Belgiens Bahn droht mit Streik

Belgiens Arbeitsminister Kris Peeters fordert alle Bahngewerkschaften dazu auf, ihren Streikaufruf zurückzuziehen, bevor er einen Sozialvermittler einberuft.

Der flämische Flügel der Bahngewerkschaften hat bereits versichert, dass er nächste Woche nicht streiken werde. Die flämischen Gewerkschaften haben also ihren Aufruf für einen fünftägigen Janaurstreik zurückgezogen. Die französischsprachigen Gewerkschaften und die Brüsseler Gewerkschaften drohen vorerst weiterhin mit einer Arbeitsniederlegung. 

Minister Peeters betonte in der VRT an diesem Donnerstag hierzu: "Natürlich ist es wichtig, dass alle Bahngewerkschaften dies unterschreiben und solange das nicht der Fall ist, macht es wenig Sinn, einen Vermittler einzustellen." Der oder die Vermittler, so Peeters noch, könnten nur zu einem Spitzenergebnis kommen, wenn sie das in einer Zeit täten, in der kein Streik über ihren Köpfen drohe. "Lassen Sie uns hoffen, dass auch die wallonischen Gewerkschaften der Bahn einsehen, dass Vermittler einstellen auch für sie das Beste ist."

Die Gewerkschaften fordern einen Vermittler in ihrem Konflikt mit der Direktion. Dieser Konflikt betrifft vor allem die Erhöhung der Produktivität. Dadurch würde das Personal länger arbeiten müssen.