Terror: Weitere Hausdurchsuchungen und Festnahmen

Im Zuge der Ermittlungen nach den Kamikaze Riders sind an diesem Donnerstagmorgen erneut Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Dies war unter anderem der Fall in den Brüsseler Stadtteilen Molenbeek, Anderlecht und Laken sowie in Sint-Pieters-Leeuw. Sechs Personen sind zum Verhör mitgenommen worden. Die beiden Verdächtigen der Brüsseler Motorradgang, die bereits am Sonntag verhaftet wurden, bleiben in U-Haft. Ihre Haft wurde um einen Monat verlängert.

Die sechs Terrorverdächtigen wurden an diesem Donnerstagmorgen bei insgesamt sieben Hausdurchsuchungen festgenommen. Diese fanden unter anderem in den Brüsseler Stadtteilen Molenbeek, Anderlecht und Laken und in der an Anderlecht grenzenden Gemeinde in Flämisch-Brabant, Sint-Pieters-Leeuw, statt.

Die Hausdurchsuchungen stehen in Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall der Kamikaze Riders. Mitglieder dieser Brusseler Motorradbande, die unter anderen Sympathien für den IS hegen, sollen dem Vernehmen nach Pläne für Anschläge an diesem Silvesterabend geschmiedet haben. Es ist jedoch noch unklar, ob die sechs Personen, die festgenommen wurden, auch Mitglieder der Motorradbande waren. Am gestrigen Mittwoch wurde vorsorglich entschieden, das Silvesterfeuerwerk in Brüssel abzusagen.

Die festgenommenen Verdächtigen sind zum Verhör mitgenommen worden. Im Laufe des Tages wird entschieden, ob sie in U-Haft bleiben müssen. Bei den Hausdurchsuchungen sind u.a. Informatikgegenstände, Handies und Airsoftmaterial beschlagnahmt worden. Airsoft ist ein Spiel, bei dem mit Imitationen von echten Waffen gekämpft wird. Mitglieder der Kamikaze Riders sollen das Material für heimliche Ausbildungen in den Ardennen benutzt haben.

Zwei Kamikaze Riders bleiben in Haft

Die beiden Mitglieder der Motorbande Kamikaze Riders, die am Sonntagmorgen bei Hausdurchsuchungen in Anderlecht festgenommen wurden, bleiben inzwischen in Haft. Die beiden sind an diesem Donnerstagmorgen vor dem Untersuchungsrichter erschienen. Dieser hat ihre Haft bestätigt. Die beiden leugnen, einen Anschlag geplant zu haben.