Brüssel trotz abgesagtem Feuerwerk mächtig in Feierlaune

In ganz Belgien wurde mächtig ins Neue Jahr 2016 gefeiert. In Brüssel war das gemeinsame große Feuerwerk zwar wegen der Terrordrohung abgesagt, dennoch kamen jede Menge Menschen in der Innenstadt zusammen, um zu feiern. Große Zwischenfälle gab es nicht.

Das goße Feuerwerk fiel zwar aus, aber viele Brüsseler ließen es dafür in diesem Jahr ordentlich auf Privatparties knallen - man hatte den Eindruck, mehr als in den Jahren zuvor. Bis vier Uhr morgens knallten die Böller zum Beispiel noch in der Gegend um den Jubelpark.

Und auf dem berühhmten Marktplatz in Brüssel versammelten sich um Mitternacht zahlreiche Menschen, um doch noch gemeinsam zu feiern. Die Polizei hatte die Sicherheitsvorkehrungen eindeutig verschärft. "Ich bin aus dem fernen Roeselare nach Brüssel gekommen, um in das Neue Jahr hineinzufeiern. Ich fühle mich auf jeden Fall sicher", so ein begeisterter Westflame.

Auch aus dem Ausland reisten Touristen an, um gerade in Brüssel auf das Neue Jahr anzustoßen. "This is the place to be", so ein Brite. "Wir müssen halt unser eigenes Fest auf die Beine stellen, aber das ist prima."

Außerdem hatte das Tourismusamt Visit.brussels mit dem Hashtag #brusselsfireworks ein digitales Feuerwerk angeregt. "Sogar ohne Feuerwerk weiß Brüssel, wie es feiern muss", unterstrich die Agentur in einem Pressebericht. Hotels, Restaurants, Bars, Nachtclubs, Privatparties, Thema-Feste und andere Veranstaltungen würden unbeirrt stattfinden, um ins Neue Jahr hineinzufeiern. Brüssel werde wie immer Synonym für Fröhlichkeit und Feste an Silvester sein, hieße es noch.

Die Einwohner Brüssels nutzen den Hashtag jedenfalls fleißig: Sie erzählten sich gegenseitig ihre Feierpläne oder teilen ihre Fotos und Filme vom privaten Feuerwerk.

Feiern über Feiern auch im Rest des Landes

Auch im Rest des Landes wurde 2016, vielerorts mit gemeinsamem großem Feuerwerk, gefeiert. In Antwerpen konnten die Menschen an den Scheldekaaien ein großes Feuerwerk bestaunen. Das zog rund 75.000 Zuschauer an. Gent und Ostende veranstalteten ebenfalls Feuerwerke.

In Löwen kamen wiederum tausende Menschen zur Feier auf dem Marktplatz zusammen. Die Polizei kam mehrere Male zum Einsatz, weil betrunkene Leute randalierten. Doch auch hier blieben große Zwischenfälle aus.

Kurz nach Mitternacht musste der Rettungsdienst allerdings einem Studenten helfen, der feiernd auf einer Dachkuppel eingebrochen war. Der 20-jährige junge Mann aus Boechout war gemeinsam mit einigen Freunden auf das Dach eines Studentenwohnheims geklettert, um das Feuerwerk zu sehen. In der Dunkelheit kletterte er auf eine Plastikkuppel und brach ein. Er landete auf dem Boden ein Stockwerk darunter. Der junge Mann ist schwer verletzt in die Uniklinik UZ Gasthuisberg gebracht worden. Er schwebt nicht in Lebensgefahr.