30% weniger Besucher auf Brüsseler Weihnachtsmarkt

Die 15. Ausgabe von Winterpret (Winterspaß), des Weihnachtsmarktes in der Brüsseler Innenstadt, hatte dieses Mal 30 Prozent weniger Besucher als die Ausgabe im letzten Jahr. Es waren vor allem die ausländischen Besucher, die die Veranstaltung in der Hauptstadt gemieden haben. Das sagt der Brüsseler Stadtbeirat für Tourismus, Philippe Close, der sich dennoch positiv und optimistisch zeigt.

"Im Ausland hatte man offenbar die Vorstellung, dass Brüssel gefährlich sei, aber Winterpret hat doch das Gegenteil bewiesen", so der Stadtbeirat. "Wir hatten einen sehr schwierigen Auftakt. Wir waren schon froh, dass wir öffnen konnten, aber das erste Wochenende war eindeutig weniger erfolgreich, auch weil der Markt um 20.00 Uhr anstelle von 23.00 Uhr schließen musste."

"In anderen Jahren geht die Zahl der Besucher ab dem Beginn der Weihnachtsferien zurück. In diesem Jahr war es genau andersherum und die Besucher haben dann erst den Weg zum Weihnachtsmarkt gefunden. Wir haben allerdings den Verlust dieses ersten Wochenendes nicht gutmachen können."

Insgesamt lockten die Winterfreuden in diesem Jahr rund 30 Prozent weniger Besucher an. "Das bedeutet doch noch stets eine Millionen Menschen", fährt der Stadtbeirat fort. "Wir haben nun wieder Zahlen wie vor etwa vier Jahren. Letztes Jahr zog die Eisbahn zum Beispiel 42.000 Schlittschuhläufer an und in diesem Jahr 33.000, was den Zahlen aus dem Jahr 2013 entspricht."

Nächster Winterpret schon geplant

Die Kapazitätsauslastung der Brüsseler Hotels betrug 55 Prozent gegenüber 73 Prozent im Jahr 2014. Der Rückgang sei vor allem zu spüren gewesen, als die Terrorwarnstufe auf 4 gestanden habe. Als sie gesenkt wurde, habe man wieder mehr reserviert. 

Stadtbeirat Close ist übrigens sehr zufrieden mit der Wahl Tunesiens als Gastland. "Ein erster Schritt, um Winterpret auch eine kulturelle Note zu verleihen."

Die 16. Ausgabe von Winterpret wird vom 25. November 2016 bis zum 1. Januar 2017 stattfinden.

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