1.800 Flüchtlingskinder in flämischen Schulklassen

Im Laufe von einem Jahr sind in den Schulklassen im belgischen Bundesland Flandern rund 1.800 Kinder aus Flüchtlingsfamilien aufgenommen worden. Hinzu kommen jetzt noch einige hundert Schulkinder mehr, die am Stichtag 1. Januar zu Klassen in einem für sie noch fremden Land stoßen.
AMELIE-BENOIST / BSIP

Nach Berechnungen der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad sind im Laufe eines Jahres genau 1.756 Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien in die eine oder andere so genannte „OKAN-Klasse“ einer hiesigen Schule eingeschrieben worden. OKAN steht für „Empfangsklasse für anderssprachige Neuankömmlinge“. Das bedeutet, dass zum Jahresende 2015 in diesen Klassen insgesamt 5.886 Kinder und Jugendliche eingeschrieben waren.

Damit ist diese Angelegenheit aber noch lange nicht zu Ende. An diesem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien im neuen Jahr sind hunderte weitere Flüchtlingskinder hinzugekommen. In der Region Brüssel-Hauptstadt kommen alleine in den niederländisch-sprachigen Schulen fast jede Woche neue Kinder hinzu. Jetzt, wo das belgische Bundesland Flandern so langsam die zuletzt angekommenen Flüchtlinge unter die Kommunen verteilt, wird es wohl überall zu neuen Anmeldungen kommen.

Für das Lehrpersonal brechen nicht erst seit gestern neue und auch schwierigere Zeiten an. Die Flüchtlingskrise sorgt im Bereich des Schulwesens nach Ansicht von Landesbildungsministerin Hilde Crevits (CD&V) auch für zusätzliche Arbeitsplätze. Inzwischen seien alleine in Flandern rund 160 zusätzliche Lehrerbeauftragte eingestellt worden.