Belgier für Rauchverbot wenn Kinder mitfahren

Fast neun von zehn Rauchern befürworten ein Rauchverbot in Autos, in denen Kinder und Jugendliche mitfahren. Zu diesem Resultat kommt eine Umfrage der ‚Stiftung gegen Krebs‘. Diese bemängelt, dass die Regierung ein solches Verbot nicht einführen will, obschon es hierfür in der Bevölkerung eine breite Zustimmung gibt.
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Luk Joossens, der Sachverständige für die Nikotinprävention der Stiftung, findet: „Es muss absolut eine Debatte darüber geführt werden, wie der Tabakkonsum weiter reduziert werden kann. Darüber beteht ein großer gesellschaftlicher Konsens.“

„Im März haben wir zum Beispiel die neutralen Zigarettenpackungen zum Thema gemacht. Die Regierungsparteien haben diesen Vorschlag aber weggestimmt. Bisher gibt es weder von Gesundheitsministerin Maggie De Block, noch von der Regierung eine Initiative, um ein generelles Rauchverbot in Autos durchzusetzen“, so Joossens.

In anderen Ländern, etwa in Italien und Großbritannien, gibt es bereits ein solches Verbot. „Frankreich hat auch ein Gesetz verabschiedet, dass neutrale Zigarettenpackungen einführt und Rauchen im Auto verbietet. Dort hat der Gesundheitsminister die Initiative ergriffen.“

Die Meinungsumfrage der ‚Stiftung gegen Krebs‘ belegt auch noch, dass 82 % der Befragten mit den bestehenden Rauchverbot in Gaststätten zufrieden sind. 71 % befürworten ein absolutes Werbeverbot für Tabak.

2015 rauchten 20 % der Belgier. 17 % rauchen täglich und 72 % der Raucher bedauern mit dem Rauchen angefangen zu haben. 64 % möchten aufhören.

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