Antwerpen: Drogen- und Alkoholtests für Hafenarbeiter

Ab dem 15. Januar werden die Hafenarbeiter inAntwerpen kollektiv auf Drogen- und Alkoholmissbrauch kontrolliert. Nach Angaben der Hafenverwaltung liege kein spezifisches Problem vor, dass zu dieser Kontrolle führt. Die Tests finden lediglich im Rahmen des allgemeinen Sicherheitsplans im Hafen statt.
Tom Niemans

Bisher wurden nur einzelne Hafenarbeiter in Antwerpen auf Drogen- oder Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz kontrolliert und auch nur dann, wenn konkrete Hinweise vorlagen. Jetzt gehen die Hafenbehörden und die Arbeitgeberverbände im Hafen zu einer allgemeinen und verpflichteten Kontrolle aller dort Beschäftigten vor.

Der Arbeitgeberverband CEPA gab gegenüber der Tageszeitung Gazet Van Antwerpen zu verstehen, dass es sich hierbei nicht „um eine Hexenjagt“ handele, sondern um eine Aktion, die als Sensibilisierungsmaßnahme verstanden werden müsse.

Drei Punkte wolle man ansprechen, hieß es dazu weiter: Man wolle die Gefahren von Drogen und Alkohol ansprechen, auf die Möglichkeiten der Hilfe hinweisen und an die Sicherheit an diesem sensiblen Arbeitsplatz appellieren. Dieser Vorgang findet die Zustimmung sowohl der Arbeitgeber und der Hafenbehörde, als auch der Gewerkschaften im Hafen und des Transportverbandes BTB.

Probleme von angetrunkenen oder unter Drogeneinfluss stehenden Dockern werden ab und zu gemeldet. Gazet Van Antwerpen zitierte dazu einen ungenannt bleiben wollenden großen Arbeitgeber im Hafen, der abgab, dass es in den Spät- oder Nachtschichten schon Probleme in dieser Hinsicht gebe, doch solle man dies „nicht überbewerten.“