Erfolg am Arbeitsmarkt: Rund 4.200 Flexi-Jobs

Anfang Dezember 2015 führte die belgische Bundesregierung die so genannten Flexi-Jobs für den belgischen Hotel- und Gaststättengewerbe (Horeca) ein. Seit dem haben die Unternehmen aus diesem Sektor bereits rund 4.200 zusätzliche Mitarbeiter einstellen können.

Seit dem 1. Dezember können Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe in Belgien, die höchstens einen 80 %-Teilzeitjob haben, uneingeschränkt in ihrem Gewerbe hinzuverdienen. Dabei verdienen sie mindestens 9,50 € pro Stunde steuerfrei und ihre Arbeitgeber müssen darauf nur Lohnnebenkosten in Höhe von 25 % der normalen Abgaben entrichten (bis zu 360 Überstunden ohne Ruheausgleich und ohne den eigentlich fälligen Zuschlag über 50 % auf Löhne und Gehälter).

Mit diesem System will die Regierung etwas gegen die Schwarzarbeit in diesem Gewerbe unternehmen. Über die Flexi-Jobs sollen Gelegenheitsjobs z.B. im Service oder hinter den Kulissen in den Küchen von Bistrots, Restaurants oder Hotels quasi legalisiert werden.

Diese Regelung scheint ein Erfolg zu sein, denn in knapp fünf Wochen Laufzeit haben belgienweit etwa 1.000 Hotels, Restaurants, Cafés oder Bistrots neue Mitarbeiter offiziell einstellen können. Inzwischen sollen so rund 4.200 Gelegenheitsjobs zu regulären Arbeitsplätzen geworden sein. Der Erfolg der Flexi-Jobs ruft jetzt auch andere Sektoren auf den Plan. Im Klein- und Einzelhandel will man von diesem System ebenfalls profitieren. Vor allem Metzger, Bäcker und Konditoren wollen so dringend nötige zusätzliche Mitarbeiter einstellen.