Rundfunksender VRT bekommt neues "Karma"

Das belgische Architektenbüro Robbrecht und Daem entwirft das neue Gebäude des flämischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks VRT auf dem heutigen Reyersgelände. Gegen Ende 2021 soll der Komplex fertig sein und die VRT-Mitarbeiter sollen in das neue Gebäude und in die neuen Studios einziehen können. Der neue Rundfunkkomplex will gleichzeitig ein kultureller Treffpunkt werden und somit ein größtmögliches Publikum anziehen.

Mit dem Bau des neuen Hauses wird im Laufe des Jahres 2018 begonnen. "Die VRT will weiterhin als Vorbild dienen und ein gesundes, nachhaltiges und optimal zugängliches Gebäude für sowohl die Nutzer, als auch die Umgebung und die Umwelt hinstellen."

"Der Neubau soll mit Charakter eingerichtet werden und inspirierend wirken. Er soll die Kreativität der Kollegen anregen und Energie verleihen", so VRT-Intendant Leo Hellemans.

Robbrecht und Daem hat auch das Konzertgebäude in Brügge entworfen und ist für den Entwurf der Stadthalle von Gent bekannt.

Mit neuem Konzept

66 nationale und internationale Architektenteams hatten sich im letzten Jahr auf die Ausschreibung beworben, um das neue VRT-Gebäude entwerfen zu dürfen. Fünf Kandidaten wurden schließlich auserwählt, ihren Entwurf einzureichen: Office for Metropolitan Architecture (von Rem Koolhaas), Christian Kerez (aus Zürich), OFFICE Kersten Geers David Van Severen, Robbrecht und Daem und die Architekten de vylder vinck taillieu.

Die Jury entschied sich für Robbrecht und Daem, weil "sie sich trauten, innovative Konzepte vorzustellen, ohne die Zuverlässigkeit der Grundausstattungen zu gefährden".

Anstelle des bestehenden, langweiligen Bürogebäudes ist ein neues Gebäude geplant, das sich als "Kulturzentrum und Treffpunkt" versteht. Der "Mittelpunkt" des Gebäudes ist ein polyvalenter, überdachter Außenplatz, der sowohl zum Park (und zur Stadt), als auch zur VRT gehört. Dadurch entstehe ein Theater, ein Parktheater und ein öffentlicher grüner Platz, heißt es. Das Projekt sei laut Jury insofern gelungen, weil es so viel Publikum wie möglich anziehen werde.