Arne Quinze-Kunstwerk soll verschwinden

Ein Bewohner der Küstenstadt Ostende will, dass das Kunstwerk „Rock Strangers“ von Arne Quinze, das auf dem dortigen Zeeheldenplein steht, verschwindet. Das Kunstwerk nehme ihm die Sicht auf das Meer, so der Mann, der inzwischen einen Anwalt eingeschaltet hat. Quinze befürchtet, Kunst im öffentlichen Raum stehe vor Problemen, wenn dem Kläger Recht gegeben werde.

Eigentlich sei sein Kunstwerk bei den Bürgern von Ostende beliebt, so Arne Quinze zu dem Vorgang: „Die meisten Ostender sind mit meinem Werk zufrieden.“ Bei dem umstrittenen Kunstwerk handelt es sich um „Rock Strangers“ genannte rote Blöcke, die bereits seit einigen Jahren auf dem Zeeheldenplein an der Strandpromenade von Ostende stehen.

Die einen sind Fan dieser Installation, andere hingegen wollen, dass das Werk verschwindet. Das sind in erster Linie Personen, die an der Promenade wohnen und die behaupten, die Blöcke behindern ihre Sicht auf das Meer. Einer von ihnen wendete sich jetzt an einen Anwalt. Rechtsanwalt Vincent Christiaens sagte gegenüber dem VRT-Radiosender Radio 2 Westflandern, dass die Stadt das Kunstwerk im vergangenen Jahr neu bewerten wollte, doch dies sei nicht geschehen:
 

„Im Gegenteil. Es soll jetzt stehen bleiben. Wir können nicht anders, als jetzt weitere juristische Schritte einzuleiten. Wir wollen, dass das Kunstwerk verschwindet, weil es ein Hindernis darstellt.“ Arne Quinze (kl. Foto), der das Werk geschaffen hat, freut sich erstmal, dass der Vorgang zusätzliche Werbung für ihn ist: „Allen Leuten, die sich über mein Kunstwerk ärgern, will ich Blumen schicken, um mich zu bedanken.“

Seiner Ansicht nach höre man nur diejenigen, die am lautesten rufen, doch das seien nur wenige, so Quinze gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard dazu: „Das sagt einiges über diese Leute aus. Die meisten Ostender mögen dies hier.“ Und doch macht sich der Künstler auch Sorgen über den Vorgang: „Wenn der Richter beschließt, dieses Werk zu entfernen, dann kann man getrost die gesamte Kunst im öffentlichen Raum wegholen. So entwickelt man sich zu einem kommunistischen Model.“