Flüchtlinge: CD&V will etwas gegen die Angst tun

Die flämischen Christdemokraten der CD&V haben am Samstagabend in Antwerpen ihren Neujahrsempfang abgehalten. In der Neujahrsansprache des Parteivorsitzenden Wouter Beke (Foto) stand das Thema Flüchtlinge vorne an. „Für uns sind Menschen Menschen“, so Beke vor den Mitgliedern seiner Partei.

„Lasst uns die Partei sein, die die Angst erkennt, die aber vor allem eine Antwort darauf gibt. Eine Antwort des Glaubens aneinander, von gegenseitigen Vertrauen. Unser ‚wir‘ kann nur dann blühen, wenn unser ‚ich‘ keine Angst zu haben braucht“, sagte CD&V-Parteichef Wouter Beke.

Das Thema Flüchtlinge stand in seiner Neujahrsansprache zentral: „Wenn ich mit den Leuten über Flüchtlinge spreche, stelle ich fest, dass sie vor allem Angst vor einem islamistischen Europa haben. Die einzige Art und Weise, auf diese Angst eine Antwort zu geben, ist ein Plädoyer für einen Islam, der auf europäischen Sohlen fußt. Ein Islam, der die europäischen Werte teilt und verbreitet.“ In diesem Zusammenhang rief Beke die moslemische Gemeinschaft in Belgien dazu auf, hier die Rolle des Vorreiters zu übernehmen.

"Menschen haben Werte"

CD&V-Parteichef Beke sprach sich ein weiteres Mal gegen ein Sonderstatut für Flüchtlinge aus: „Menschen haben Werte. Also kein A- oder B-Statut für Menschen. Nicht gestern, nicht heute und auch nicht morgen. Ein Mensch ist ein Mensch! Dabei holte Beke auch gegen Parteien aus, für die nur das ‚ich‘ wichtig sei oder die ‚denen‘ alle Schuld für alles, was falsch läuft, zuschieben.