Belgien hebt größte Schlepperbande seiner Geschichte aus

Die ostflämische Justiz hat eine große internationale Schlepperbande in Belgien ausgehoben. Es handelt sich um kurdische und irakische Verbrecher, die in wenigen Monaten 3.000 Flüchtlinge illegal ins Vereinigte Königreich geschmuggelt haben sollen. Zehn Verdächtige sitzen mehreren flämischen Zeitungen zufolge bereits im Gefängnis. Es soll die größte Schlepperbande sein, die in Belgien je ausgehoben wurde.

Letztes Jahr konnte die belgische Polizei bereits zehn Bandenmitglieder in Belgien verhaften. Und Ende letzter Woche sind zwei Bandenchefs in England festgenommen worden. Belgien will die Auslieferung der beiden.

Die Schlepper schmuggelten monatelang tausende Flüchtlinge in Lkw illegal aus Belgien nach England. Eva Branteghem von der Staatsanwaltschaft Ostflandern betonte am Montagmorgen in der VRT: "Es handelt sich in der Tat um eine Bande kurdischer Schlepper, die Menschen an Parkplätzen entlang der E40 in Groot-Bijgaarden und an der E17 in Kalken und Waasmunster einluden. Man setzte die Menschen in Lkw und versuchte sie dann in der Tat nach Großbritannien zu schmuggeln."

"Man hat dabei überhaupt nicht auf den physischen Zustand der Opfer geachtet. Sie wurden dabei ernsthaft gefährdet, denn man hat unter anderem Kühltransporter benutzt. Da muss man deutlich sagen, dass das besonders gefährlich ist", heißt es bei der Staatsanwaltschaft noch.