Antwerpen entwickelt sich zu einer Filmstadt

Immer mehr Kamera- und Filmteams finden den Weg in die Schelde- und Hafenmetropole Antwerpen. Laut der Regionalzeitung Gazet Van Antwerpen wurden alleine im vergangenen Jahr dort rund 1.440 Filmtage abgespult. Die so genannte „Filmzelle“ der Stadt bestätigte dies gegenüber dem Blatt.

Immer öfter wird Antwerpen zur Filmkulisse, immer öfter spielen dort flämische TV-Serien und auch die Werbeindustrie hat die Hafenstadt inzwischen als inspirierende und viele Motive gebende Metropole entdeckt. 2015 wurde dort bei den verschiedensten Produktionen an 1.447 Tagen gedreht. Im Jahr davor wurde in Antwerpen noch an „nur“ 546 Tagen gedreht.

Dieser Erfolg hat mehrere Gründe: Zum einen zahlt der städtische Filmfonds in Antwerpen jährlich 100.000 € Unterstützung für jeweils zwei Kinoproduktionen. Zum anderen aber hat sich herumgesprochen, dass die Stadt eine attraktive Filmkulisse ist und dass die Bedingungen dort auch sehr gut sind.

Diese Zuschüsse gingen 2015 an „Ay Ramon!“ von Stijn Coninx und an „Coffee“, eine belgisch-italienische Co-Produktion, die noch abgedreht werden muss. Dieses Jahr wird das Geld ebenfalls in zwei Produktionen investiert und zwar in den Kinderfilm „Isra und das Magische Buch“ und in „Antwerp Heist“ mit u.a. Jean-Claude Van Damme.

Letztes Jahr gab es 324 Anfragen für Drehgenehmigungen, wobei es sich hier mehrheitlich um flämische Produktionen für Film und Fernsehen handelte. Viele Drehtage beanspruchten die TV-Serien „Cordon“ (Foto oben) und „Coppers“ des flämischen Privatsenders VTM, sowie der international umjubelte Streifen „D’Ardennen“ von Robin Pront (kl. Foto).

Die seit 2001 bestehende Antwerpener „Filmzelle“ will dabei sowohl die Stadt bekannter machen, um mehr Touristen anzuziehen, als auch den hiesigen, sprich flämischen audio-visuellen Sektor fördern.