Flüchtlinge: "Buddies" für junge Afghanen gesucht

Auch in Belgien wird nach den Vorkommnissen in Deutschland in der Neujahrsnacht über den Umgang mit Asylsuchern und Flüchtlingen, die straffällig werden, diskutiert. Theo Francken (N-VA - Foto), Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, sieht bisher nur wenige Probleme. Doch für eine bestimmte Gruppe müsse nach Lösungen gesucht werden.

Nach Ansicht von Asyl-Staatssekretär Francken verhalten sich die meisten in Belgien angekommenen Flüchtlinge korrekt und sorgen kaum für strafrechtlich relevante Probleme. Doch bei jungen Afghanen haperte es oft, so Francken. Er will jetzt nach Modellen suchen lassen, wie man dies in den Griff bekommen kann, wie er gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab:

„Ich glaube, dass viele dieser jungen Leute in der Tat einen völlig anderen Rollenmodell entstammen. Zumindest für einen Teil der jungen Afghanen - leider sorgen einige wenige unter ihnen für Auffälligkeiten und die müssen herausgenommen werden - müssen wir nach Vorbildern suchen, denn bisher haben wir wenig Zugang zu ihnen. Wir sollten also in den Aufnahmezentren nach älteren Afghanen, die schon länger hier sind, suchen. Vielleicht finden ältere afghanische Männer einen besseren Zugang zu den jungen Leuten und können so eine Vorbildrolle übernehmen.“

Flüchtlinge kosten Belgien 1 Mia. €

Nach Meldung verschiedener belgischer Medien könnte die Flüchtlingskrise in Belgien 2016 mit rund 1 Mia. € zu Buche schlagen. Diese Summe soll in Regierungskreisen bereits mehrmals gefallen sein. Den Löwenanteil verschlingt die Aufnahme der rund 37.000 bisher in unserem Land aufgenommenen Flüchtlinge. Dies kostet den Staat alles in allem rund 1,6 Mio. € pro Tag.