Belgiens Verteidigung will Patriot-Raketen kaufen

Belgiens Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA - Foto) gab am Mittwoch zu verstehen, dass er für die Armee in Patriot-Raketen und in entsprechende Abschussinstallationen investieren will. Solche Raketen werden dazu eingesetzt, feindliche Raketen zu entdecken und zu zerstören. Vandeput legte am Mittwoch dem Verteidigungsausschuss des Parlamentes seinen strategischen Zukunftsplan vor.

Verteidigungsminister Vandeput sieht für die Anschaffung von Patriot-Raketen und Abschussanlagen rund 600 Millionen Euro vor, doch ein definitiver Beschluss ist in dieser Hinsicht noch nicht gefallen. Aus strategischer Sicht ist das Patriot-System für Minister Vandeput sehr interessant, würde es doch dafür sorgen, dass unser Land zu einer kleinen Reihe NATO-Länder gehören würde, die mit dem gleichen System arbeiten. Das sind derzeit u.a. Deutschland, die USA und die Niederlande.

Diese Patriot-Raketen könnten von unserem Land aus also auch von Partnerländern eingesetzt werden oder z.B., wie Vandeput im Verteidigungsausschuss andeutete, auch von der türkisch-syrischen Grenze aus. In Zukunft, so schätzt das belgische Verteidigungsministerium, werde das Patriot-System wohl noch nötig werden und überdies herrsche in Europa derzeit ein deutlicher Mangel an entsprechenden Anlagen.

Eine Batterie mit sechs Patriot-Abschussanlagen kostet nach Aussagen Vandeputs rund 588 Mio. €. Mit einer Besatzung von 172 Soldaten sei es möglich, Patriot in Belgien ein Jahr lang in Bereitschaft zu halten. Diese Investition würde sich positiv auf den Haushalt der Landstreitkräfte auswirken, denn alles andere würde durchaus teurer. Bis 2030 will Belgien rund 9,2 Mia. € in die Verteidigung investieren.