Kommunen entlang der Küste besorgt

Die 10 Bürgermeister der Städte und Gemeinden an der belgischen Nordseeküste bitten mit Unterstützung von Westflanderns Provinzgouverneur Carl Decaluwé Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) mit Nachdruck um mehr Mittel mit dem Umgang mit illegalen Einwanderern. An der Nordseeküste befürchtet man Flüchtlingslager, wie in Calais und Dünkirchen in Nordfrankreich.

Nach einer gemeinsamen Sitzung der Küstenbürgermeister mit ihrem Provinzgouverneur wurde die Problematik der so genannten „Transit-Illegalen“ einmal mehr deutlich. Immer öfter werden illegale Einwanderer, die versuchen, auf die britischen Inseln zu gelangen, am Rande der Küstenstädte aufgegriffen.

Unlängst wurden in der Nähe des Hafens von Zeebrügge 700 und in der Umgebung von Veurne (Foto oben) 400 Illegale entdeckt. Westflanderns Gouverneur Decaluwé stellt in diesem Zusammenhang fest, dass die Behörden der Kommunen und der Provinz, allen voran die lokale Polizei und Schifffahrtspolizei, so langsam mit dem Problem überfordert sind.

In einem gemeinsamen Schreiben der Bürgermeister und des Gouverneurs an Innenminister Jan Jambon und an Asylstaatssekretär Theo Francken (beide N-VA) wird um eine Aufstockung der Mannschaftsstärke der Bundespolizei an der belgischen Nordseeküste um mindestens 40 Mann gebeten. Zusätzlich sei ein mobiles Büro nötig, um aufgegriffene illegale Einwanderer sofort registrieren zu können.

Die Lage scheint dringend, wie Gouverneur Decaluwé (kl. Foto) andeutet: „Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auch nur einige wenige Tage schleifen lassen, dann haben wir hier in kürzester Zeit Zustände und ein Zeltlager, wie Calais und Dünkirchen.

Die illegalen „Transitflüchtlinge“ sind schließlich nicht das einzige Problem der Küstenstädte und -gemeinden. In einigen Kommunen wurden kürzlich Auffangzentren für anerkannte Flüchtlinge und Asylsucher eingerichtet. Auch hier haben die Behörden vor Ort viel Arbeit und auch die Polizei muss hier ab und zu vorstellig werden, wie die Bürgermeister und der Gouverneur in Erinnerung rufen.