Paris-Attentäter auch in Charleroi versteckt

Die Ermittlungen nach den Anschlägen von Paris am 13. November haben ergeben, dass der Drahtzieher der Attentate, Abdelhamid Abaaoud (Foto), auch in der wallonischen Metropole Charleroi untergetaucht ist. Dort wurde in einem mutmaßlichen „safe house“ Fingerabdrücken des Terroristen gefunden, was weitere Schlüsse zu den Ereignissen ziehen lässt.

In einer Wohnung in der rue du Fort in Charleroi entdeckten die Ermittler Fingerabdrücke von Abdelhamid Abaaoud. Die Bundesstaatsanwaltschaft schließt daraus, dass der Terrorist von dort aus die Anschläge in Paris plante und dass er sich von dieser Adresse aus in die französische Hauptstadt begeben hat. Abaaoud war aber nicht alleine in diesem „safe house“. Dort wurde auch die DNA von Bilal Hadfi gefunden, dem Selbstmordattentäter von Paris, der sich ohne weitere Menschen mit in den Tod zu reißen, am Stade de France selbst in die Luft gesprengt hatte.

Damit steht fest, dass Abdelhamid Abaaoud und seine Helfershelfer im Rahmen ihrer Anschläge von Paris Unterschlupf an drei Adressen in Belgien finden konnten: In der H. Bergéstraat im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek, in der rue Radache in der Ortschaft Auvelais bei Namür und in der oben genannten Adresse in Charleroi. All diese Verstecke waren unter falschen Namen gemietet worden. In diesen drei belgischen Verstecken konnten Hinweise entdeckt werden, die Schlüsse auf das Geschehen ziehen lassen.

In Schaarbeek wurde z.B. festgestellt, dass sich auch der noch stets flüchtige Terrorist Salah Abdeslam in der Wohnung aufgehalten hat. Dort wurden auch Waffen, Sprengstoff und Werkzeuge zum Bombenbau entdeckt. Und der Seat Leon, den die Terroristen bei den Anschlägen nutzten, soll laut Zeugenaussagen in der Umgebung von zwei dieser „safe houses“ gesichtet wurde. Und ein weiteres verdächtiges Fahrzeug, der BMW einer in diesem Zusammenhang in Untersuchungshaft befindlichen Person wurde in der Nähe aller drei Wohnungen gesehen. So langsam fügt sich das Puzzle zusammen.