Vergleichende Studie zu 120 km/h auf Autobahnen

Belgiens Verkehrsministerin Jacqueline Galant (MR) hat eine vergleichende Studie zur Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf den Autobahnen in unserem Land in Auftrag gegeben. Sie will wissen, wie sich eine Anpassung dieser Richtgeschwindigkeit auf die Verkehrssicherheit auswirkt und ob dies bei der Lösung bestimmter Probleme behilflich sein könnte.

Verkehrsministerin Galant (kl. Foto) beauftragte das Belgische Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) mit der Erstellung dieser Studie. Dabei stehen gleich mehrere Formen der Anpassung von Tempo 120 km/h auf Belgiens Autobahnen im Vordergrund: Senken auf 100 oder 110 km/h, anheben auf 130 km/h oder wie in anderen europäischen Ländern eine flexible Gestaltung der maximalen Geschwindigkeit, die sich nach den Wetterverhältnissen oder der Beschaffenheit des Straßenbelags richtet.

Weitere Fragen betreffen die Möglichkeit, den Verkehr über eine Anpassung der Höchstgeschwindigkeit besser fließen zu lassen und wie sich eine Tempoverringerung oder -erhöhung auf die Umwelt und auf den Schadstoffausstoß auswirken kann. Das Thema wird im Rahmen der vorgesehenen allgemeinen Anpassung der Verkehrsregeln in Belgien diskutiert. Die Ministerhin hofft, dass die Studie schon im Sommer vorliegen kann. Danach soll eine breit angelegte gesellschaftliche und politische Debatte zu diesem Thema angeregt werden.

Die betroffenen Verbände, z.B. der belgische Automobilclub Touring oder der flämische Autofahrerverband VAB können sich vorstellen, dass eine Anpassung von Tempo 120 km/h positive Auswirkungen haben kann. Die Grünen im belgischen Bundesparlament zeigen sich hier ebenfalls einverstanden, wollen jedoch einer Anhebung der Maximalgeschwindigkeit auf Autobahnen aus Umweltschutzgründen eine Absage erteilen.