"Steuervorteile für Sparkonten nicht abschaffen!"

Die flämischen Liberalen (Open VLD), eine Mehrheitspartei in der belgischen Regierung, will den Steuervorteil für Sparkonten vorerst nicht abschaffen. Am gestrigen Mittwoch hatte eine Gruppe von Finanzfachleuten der Regierung geraten, den Steuervorteil schrittweise zu streichen, unter anderem, weil derzeit zu wenig Geld in langfristige Investitionen fließe.

Der liberale Abgeordnete Luc Van Biesen (Open VLD) fegt den Vorschlag der Finanzfachleute vehement vom Tisch.

"Die Grundlinie muss doch sein, dass diese Freistellung beibehalten wird. Wir sagen sehr deutlich, dass das Gesparte der Leute nicht angerührt wird. Es ist sehr wichtig, dass die Familien Gespartes behalten können, weil sie zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben manchmal einen Puffer nötig haben und auf diesen Puffer muss man sich berufen können. Das muss man stimulieren."

Die flämischen Regionalisten von der N-VA wollen die Steueranreize für Sparkonten allerdings kürzen. Wie sie das genau machen wollen, ist nicht ganz deutlich. Eine Möglichkeit wäre, die Freistellung der Quellensteuer auf andere Sparprodukte und Anlagen auszuweiten.

Die Parlamentarierin Veerle Wouters betonte hierzu in der VRT: "Wir wollen nicht nur die Zinsen für das reglementierte Sparkonto freistellen, sondern auch weiter auf andere Finanzprodukte wie Aktien und Obligationen ausweiten."

Ob dann noch die gleiche Marge in Höhe von zum Beispiel 1.880 Euro gilt, muss noch entschieden werden.

Über das alles müsse man natürlich noch gründlich nachdenken, auch darüber, was dies für Budgetauswirkungen haben werde, so Wouters noch.