Flüchtlinge als Kellner verkleidet auf England-Fähre

Illegale Flüchtlinge verkleiden sich manchmal als Personal eines Fährschiffes, um von Zeebrugge nach Großbritannien zu kommen. Das haben investigative Journalisten des britischen Senders ITV News herausgefunden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen.

Ein Menschenschlepper gibt den Flüchtlingen eine Kellner-Uniform für die Reise nach Hull. Die Flüchtlinge bezahlen dafür rund 8.000 Euro. Sie können dann unauffällig an Bord einesFährbootes gehen.

Frank Demeester von der Staatsanwaltschaft in Brügge betonte in der VRT an diesem Donnerstag, dass die Kontrolle an den Fähren verstärkt werden solle.

"Es ist jedenfalls so, dass wir die uns vermehrt auf dieses Phänomen konzentrieren werden. Wir werden die Crews auf den Schiffen bei der Abfahrt und bei der Ankunft untersuchen", so Demeester. "Wir werden nachsehen, wo und ob nicht doch noch Menschen darunter sind, die nicht das sind, was sie zu sein vorgeben."

Bei P&O Ferries, die die Strecke nach Hull bedient, reagierte man überrascht auf diese Nachricht. Die Fährgesellschaft werde ihre Sicherheitsmaßnahmen überdenken, heißt es.