Atomenergie: Belgien will besser kommunizieren

Belgien will in Zukunft in Sachen Kernkraftwerke besser mit seinen Nachbarländern kommunizieren. Zudem wolle unser Land Fachleuten aus Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg Zugang zu den hiesigen nuklearen Anlagen gewähren, wie aus dem Bundesinnenministerium in Brüssel verlautete.

Nach einem Treffen zwischen dem belgischen Innenminister Jan Jambon (N-VA), Bundesenergieministerin Marie-Christine Marghem (MR) und dem luxemburgischen Staatssekretär für Nachhaltige Entwicklung, Camille Gira (déi gréng, Luxemburgs Grüne), sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Brüssel, dass unser Land international in Sachen Kernenergie seine Kommunikation verbessern werde.

Während des Treffens zwischen Jambon und Gira wurde in erster Linie über Sicherheitsfragen im nuklearen Bereich gesprochen. In Luxemburg macht man sich, wie auch in Deutschland und in den Niederlanden, große Sorgen über die Sicherheit in den belgischen Kernkraftwerken, zumal es in der jüngeren Vergangenheit mehrmals zum Abschalten von Meilern nach Pannen gekommen war.

Jetzt soll auch Fachleuten und Atomexperten aus Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg Zugang zu den hiesigen nuklearen Anlagen gewährt werden. Dies ist nicht neu, so Belgiens Innenminister Jambon schon vor dem Treffen mit dem luxemburgischen Staatssekretär: „Belgien führt bereits wechselseitige Kontrollen mit Frankreich durch. Dabei geht es nicht darum, dass ein Land das andere kontrolliert, sondern vielmehr darum, ‚best practices‘ auszutauschen.“

Diese Kontrollen sollen vor allem den nuklearen Teil der Anlagen betreffen. Die jüngsten Pannen in den belgischen Kernkraftwerken fanden offiziellen Angaben zufolge lediglich in nicht-atomaren Bereich der Meiler statt.