Belgischer Terrorist in Marokko verhaftet

In Marokko ist ein Belgier marokkanischer Herkunft verhaftet worden, der direkt an den Anschlägen in Paris am 13. November (Archivfoto) beteiligt gewesen sein soll. Nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums soll es sich dabei um den 26 Jahre alten Gelel Attar, einem ehemaligen Syrien-Kämpfer, handeln.

Gelel Attar hat angeblich in Syrien zunächst in den Reihen der radikal-islamischen al-Nusra-Rebellen gekämpft. Später soll er dann zum IS übergelaufen sein. Nach seinem Aufenthalt in Syrien soll er über Deutschland und Belgien nach Marokko eingereist sein.

Über seine genaue Rolle in Zusammenhang mit den Paris-Anschlägen wurde noch nichts bekannt gegeben. Die marokkanischen Behörden gaben lediglich an, er sei „direkt“ an den Anschlägen beteiligt gewesen.

Attar soll ein Freud des aus Brüssel stammenden Chakib Akrouh sein, der sich bei einer Polizei-Razzia in Saint-Denis in Paris selbst in die Luft gesprengt hatte. Der 26jährige soll bereits am 15. November 2015 in der Hafenstadt Mohammedia (auf halbem Wege zwischen Rabat und Casablanca) verhaftet worden sein.

Die belgische Justiz sucht in Zusammenhang mit den Pariser Attentaten, bei denen am 13. November 2015 129 Menschen ums Leben kamen, vier Verdächtige. Gelel Attar ist nicht unter diesen Gesuchten.

Gelel Attar ist im vergangenen Jahr beim großen Terrorprozess in Brüssel in Abwesenheit zu 5 Jahren Haft verurteilt worden. Chakib Akrouh erhielt seinerzeit ebenfalls 5 Jahre Gefängnis. Abdelhamid Abaaoud, der in Saint-Denis umgekommene mutmaßliche Kopf der Pariser Attentäter, wurde damals zu 25 Jahren Haft verurteilt.