Demonstration gegen Atomkraft in Antwerpen

Am vergangenen Sonntag demonstrierten in Antwerpen mehrere hundert Menschen gegen die Atompolitik in Belgien. Die Demonstranten forderten u.a. die Abschaltung der beiden Pannen-Meiler in Tihange und in Doel und sie äußerten sich gegen die Laufzeitverlängerung für zwei 40 Jahre alte Reaktoren.

Am Sonntag kamen fast 400 Menschen in Antwerpen (Foto) zu einer Demonstration gegen die Atompolitik in Belgien zusammen. Die Demonstranten folgten einem Aufruf, der über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde.

Neben verschiedenen Umweltschutzverbänden und politischen Parteien aus Flandern (die sozialistische SP.A, die Grünen von Groen und die linksradikale PVDA) nahmen aber auch viele besorgte Menschen an dieser Demo in der Antwerpener Altstadt teil.

Sie alle sind in großer Sorge, denn eine nicht enden wollende Pannenserie in den beiden belgischen Atomkraftwerken in Doel bei Antwerpen und in Tihange bei Lüttich, eine Laufzeitverlängerung für zwei zeitweise schon abgeschaltete 40 Jahre alte Meiler (Doel 1 und Doel 2) sowie das Wiederhochfahren der beiden Pannenmeiler Doel 3 und Tihange 2 (monatelang abgeschaltet, nach dem Haarrisse in deren Reaktorummantelungen festgestellt wurden) seien ein Anzeichen dafür, dass die Sicherheit dort in Gefahr sei.

Die Demonstranten forderten von der belgischen Bundesregierung ein Umdenken in Sachen Atompolitik und eine rasche Energiewende hin zu erneuerbaren Energiequellen.