Sparen durch "Günstigste Verschreibungen"

Die Kampagne „Günstigste Verschreibungen“ hat im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass die Patienten fast 13 Mio. € sparen konnten. Zudem sorgt dieses System, dass die Ärzte dazu anregt, stets das günstigste Rezept auszustellen dafür, dass auch der Staat Millionen sparen kann.
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Nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) half die Kampagne „Günstigste Verschreibungen“ letztes Jahr dabei, viel Geld zu sparen. Zum einen konnten die Patienten dadurch rund 13 Mio. sparen und das Gesundheitswesen des belgischen Staates konnte in diesem Zusammenhang Ausgaben von rund 30 Mio. € vermeiden.

Die Ärzte haben die Empfehlung, wenn möglich das billigste Medikament in ihren Rezepten vorzuschreiben, massiv befolgt, wie Gesundheitsministerin De Block (kl. Foto) gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte: „Ja, wir haben dieses Resultat eigentlich durch sie erzielen können. Doch faktisch haben auch Aktionen von Seiten der Krankenkassen die Patienten dazu bringen können, diese günstigsten Medikamente auch zu akzeptieren. Dies alles führt dazu, dass dies eine gute Maßnahme war.“

Die Kampagne „Günstigste Verschreibungen“ ist eine von einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die die Gesundheitsministerin mit der Pharmaindustrie vereinbart hat. Diese „Zukunftspakt“ genannte Vereinbarung sorgte dafür, dass im Gesundheitswesen bisher rund 113 Mio. € eingespart werden konnten, ohne, dass die Patienten und die medizinische Versorgung zusätzlich unter den Sparmaßnahmen der belgischen Mitte-Rechts-Regierung zu leiden hatten.