Geldstrafe für Bahngewerkschafter

Erstmals muss ein Bahngewerkschafter Strafe bezahlen, weil er einen Kollegen am Arbeiten gehindert hat. Der Zwischenfall hatte sich vor mehreren Wochen während des Bahnstreiks ereignet.

Der französischsprachige Aktivist ist jetzt zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.700 Euro verurteilt worden.

Frederic Petit von Infrabel betonte gegenüber dem VRT-Radio an diesem Donnerstag: "In dem Moment, in dem einige Mitarbeiter von Infrabel zur Arbeit ins Verkehrskoordinationszentrum ins Gebäude gehen wollten, versperrte ihnen ein Aktivist den Zugang."

Ein Gerichtsvollzieher sei vor Ort gewesen, der den Aktivisten aufgefordert habe, den Weg frei zu machen, so Petit. Der Aktivist habe sich wiederum geweigert, den Anweisungen Folge zu leisten. Der Gerichtsvollzieher habe dem Aktivisten daraufhin ein Dokument ausgehändigt, indem stehe, dass es sich hierbei um einen Verstoß gegen die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs handele. Dies habe zur Folge, dass ein Bußgeld bezahlt werden müsse.

Die sozialistische Gewerkschaft will Widerspruch gegen das Bußgeld einlegen.