Belgiens Armeevertreter im Ausland aktiver als je zuvor

Die Vertreter der belgischen Armee im Ausland sind aktiver tätig als je zuvor. Das weiß die Zeitung De Morgen an diesem Freitag zu berichten. Letztes Jahr seien sie 17 Mal beim Handel zwischen Belgien und Ländern der dritten Welt in der ein oder anderen Form tätig geworden. Sie knüpfen dabei vor allem Kontakte und vermitteln.

Belgien hat rund zwanzig Verteidigungsattachés in den verschiedenen Botschaften sitzen. Sie beraten den Botschafter in militärischen Angelegenheiten und sorgen dafür, dass Landsleute im Kriegsfall rechtzeitig repatriiert werden. In afrikanischen Ländern sind diese Posten besonders wichtig.

Die Attachés spielen aber auch noch eine weitere, weniger bekannte, Rolle, denn sie sind Vermittler ziwschen der belgischen Waffenindustrie und dem Land, in dem sie stationiert sind.

Auffallend ist, dass die Attachés stets aktiver werden. Die Zahl der Kontakte zwischen ihnen und interessierten Ländern sei gestiegen, heißt es in De Morgen: Zunächst von zwei im Jahr 2012 auf vier 2013, zwölf im Jahr 2014 und 17 im letzten Jahr.

Letzes Jahr habe es Waffenkontakte zu Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Kuwait und Katar gegeben. Rund Dreiviertel der Kontakte seien zum Vorteil der wallonischen Kriegsindustrie geknüpft worden, so De Morgen, der Rest für den flämischen Waffenexport. 

Die Waffenfabrik FN Herstal in Lüttich und das Unternehmen BATS (Belgian Advanced Technology Systems) hätten besonders von den Kontakten der Attachés profitiert, heißt es noch.