2015 mehr Asylsucher in ihre Heimat zurückgekehrt

Im vergangenen Jahr haben rund 10.000 illegal in Belgien lebende Einwanderer oder abgewiesene Asylsucher unser Land in Richtung ihrer Heimat verlassen. Dies entspricht einem Anstieg um 15 % im Vergleich zum Jahr 2014, wie Asyl-Staatssekretär Theo Francken (N-VA) dazu angab.

Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Francken (kl. Foto), gab am Freitag an, dass man die Zahl der Rückkehrer trotz Sparmaßnahmen deutlich habe steigern können. Vergangenes Jahr haben genau 10.081 abgewiesene Asylsucher oder ausgewiesene illegal im Land lebende Personen belgischen Grund und Boden verlassen. Das waren 15 % mehr freiwillig oder erzwungen rückgeführte Menschen mehr, als 2014.

Mehr als 4.000 der Betroffenen kehrten auf freiwilliger Basis in ihre Heimatländer zurück und profitierten in diesen Zusammenhang von staatlichen Hilfsangeboten. Die anderen etwa 6.000 Abgewiesenen wurden unter Zwang in ihre Heimatländer abgeschoben.

Dies erfolgte in Länder, die von den belgischen Behörden als nicht gefährdet eingeschätzt werden: Afghanistan, Marokko, Rumänien, Albanien oder Kosovo. Zudem kehrten in jüngster Zeit alleine rund 1.000 Iraker, zumeist alleine hier angekommene jüngere Männer, in ihr Heimatland zurück. Ihnen wurde klargemacht, dass sie keine Chance auf Asyl in Belgien haben.

Doch nicht bei allen im vergangenen Jahr rückgeführten Personen handelte es sich um Asylsucher oder Flüchtlinge. In etwa 1.500 Fällen wurden in Belgien straffällig gewordene Ausländer abgeschoben.

Laut Staatssekretär Francken arbeite Belgien ganz klar mit der Vorgehensweise, Menschen in Not zu helfen, Menschen, die unsere Gastfreundschaft hingegen missbrauchen, gegenüber aber mit harter Hand aufzutreten. Im laufenden Jahr wollen die belgischen Ausländerbehörden die Zahl der Ausweisungen oder Abschiebungen noch einmal nach oben korrigieren.