Strengere Kontrollen am Nationalflughafen?

Wenn es nach Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) geht, dann sollen Reisende, die über den Brüsseler Nationalflughafen Zaventem in Länder außerhalb der EU reisen oder Passagiere, die von dort aus in die Union nach Belgien wieder einreisen, strenger kontrolliert werden. Dies soll auch die Erfassung von biometrischen Daten über Gesichtsscans beinhalten.

In Zukunft soll am Brussels Airport, dem belgischen Nationalflughafen in Zaventem, deutlich strenger kontrolliert werden. Nach Plänen von Belgiens Innenminister Jan Jambon (kl. Foto) sollen Flugreisende auf dem Weg in Länder außerhalb der Europäischen Union oder der Schengen-Zone, bzw. solche, die von dort aus über Belgien wieder hier einreisen, aufwändiger kontrolliert werden.

Nach Meldungen der flämischen Tageszeitungen Het Laatste Nieuws und De Morgen am Samstag könnte dies neben der Vorlage der Ausweise, der Gepäckkontrolle und den Metalldetektoren auch eine Erfassung von biometrischen Daten bedeuten. Demnach sollen am Standort systematisch Gesichtsscans durchgeführt und die Irismuster mit einschlägigen Datenbanken verglichen werden.

Das würde einen enormen Sicherheitsaufwand bedeuten, denn täglich wären von diesen strengen Kontrollen weit mehr als 45.000 Passagiere betroffen. Bisher werden am Standort Zaventem lediglich Reisende aus Nicht-EU-Ländern strenger überprüft, vor allem dann, wenn sie aus Ländern außerhalb der Schengen-Zone einreisen.

Ziel dieser Maßnahme ist, im Kampf gegen den internationalen Terror potentielle IS-Terroristen oder Syrienkämpfer zu erkennen. Das Vorhaben muss allerdings im Rahmen der Europäischen Union angesprochen und mit den hier geltenden Regeln abgestimmt werden.