Belgien zweitgrößter Umweltsünder in Europa

Belgien schneidet nach Montenegro in Sachen Luftqualität auf europäischer Ebene als zweitschlechtes Land ab. Vor allem auf Ebene des Feinstaub-Ausstoßes besteht für unser Land enormer Nachholbedarf. Das liegt auch an der hohen Zahl der mit Dieselmotoren angetriebenen Autos in Belgien.

Nach Ansicht von Hans Bruyninckx (kl. Foto), dem aus Belgien kommenden Leiter der Europäischen Umweltagentur, sorgt dieser Umstand jährlich für rund 12.000 verfrühte Sterbefälle. In internationalen Berichten zu diesem Themenkreis gibt Belgien denn auch ein denkbar beschämendes Bild ab.

Das unser Land in Sachen Luftqualität im europäischen Vergleich mit einem Prozentsatz von 80 % abschneidet, sieht auf den ersten Blick aus, wie ein gutes Zeugnis. Aber, Belgien schneidet hier lediglich besser ab, als das kleine Montenegro auf dem Balkan. Laut Bruyninckx liegt das auch und vor allem daran, dass in Belgien nicht weniger als 3,5 Millionen Dieselautos herumfahren.

Die Europäische Umweltagentur ruft dazu auf, die Normen der Weltgesundheits-Organisation (WHO) in Sachen Luftqualität anzuwenden. „Trotz der anhalten Verbesserungen in den vergangenen Jahrzehnten hat die Luftverschmutzung weiter Einfluss auf die Gesundheit der Menschen, auf deren Lebensqualität und auf deren Lebenserwartung“, so Hans Bruyninckx dazu in den Medien in Belgien.