Belgischer Verbindungs-Offizier für Calais-Lager

Das Ausländeramt verlangt einen eigenen Verbindingsoffizier zur Lösung der Probleme mit dem Flüchtlingslager in Calais. Der Verbindungsbeamte soll helfen, eine Übersicht über die Situation dort zu erstellen.

Das wurde am gestrigen Montag auf dem französisch-belgischen Sondergipfel zur Terrorbekämpfung in Brüssel entschieden.

Innenminister Jan Jambon will vermeiden, dass solche Lager auch an der belgischen Küste entstehen. Das sagte er im VRT-Radio an diesem Dienstagmorgen: "Ein Beamter des Ausländeramtes wird in ständigem Kontakt zu Frankreich stehen, so dass wir einen Überblick von den Bewegungen haben, die vielleicht einsetzen werden."

"Jetzt sehen wir sie noch allzu oft kommen, wenn es schon zu spät ist. Dann sind sie schon dabei, ihre Zelte aufzubauen. Ziel ist, schneller im Bilde zu sein, schneller reagieren zu können. Ich habe das auch im Parlament gesagt: Wir wollen kein neues Calais an der Küste, aber wir sind dort kurz davor."

Belgien und Frankreich werden auch weiterhin eng zusammenarbeiten und Informationen austauschen. Alle Terrorverdächtigen sollen zudem systematisch in das Schengen-Informationssystem eingetragen werden. So werden Fingerabdrücke von Syrienkämpfern künftig in einer Datenbank gespeichert.