DG schließt sich Atomkraft-Klage nicht an

Der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG), Oliver Paasch (Foto), hat am Dienstag mitgeteilt, dass die DG nicht beabsichtige, sich einer eventuellen Klage der StädteRegion Aachen gegen den Kernreaktor Tihange 2 anzuschließen.

"Sich einer eventuellen Klage der StädteRegion Aachen im Atomkraft-Dossier und insbesondere gegen Tihange 2 anzuschließen, wäre kontraproduktiv", sagte der Chef der deutschsprachigen Regierung, Oliver Paasch, am Dienstag.

Der Ministerpräsident erinnerte an die Position der DG, die seit 2013 aus einem Konsens aus fünf Parteien besteht. In dem Text  des 5-Parteien-Konsenspapiers hatte das deutschsprachige Parlament die belgische Regierung aufgefordert, die Reaktoren Doel 2 und Tihange 3 nicht wieder hochzufahren, bevor nicht alle Risiken, die die Sicherheit der Bürger gefährden könnten, beseitigt seien.

Dem Innenminister zufolge, den Paasch mehrmals zum Thema getroffen habe, bestehe keine Gefahr für die Bürger. "Trotzdem denke ich, dass die Ängste unserer Nachbarn ernst genommen werden sollten", so Paasch. "Deshalb haben wir verlangt, dass deutsche und niederländische Experten Risikobeurteilungen durchführen dürfen, damit jegliche Zweifel ausgeräumt werden können."

Paasch schloss mit den Worten: "Ich kann das Bild, das einige deutsche Medien von Belgien zeigen, indem sie es als Land der Terroristen und der Schrottreaktoren beschreiben, nicht akzeptieren!"

Meist gelesen auf VRT Nachrichten