Belgien unterstützt die kurdischen Peschmerga

Die belgische Bundesregierung hat jetzt beschlossen, die kurdischen Peschmerga, die seit Jahren schlecht ausgerüstet gegen die radikal-islamische Terrorgruppe IS kämpft, zu unterstützen. Diese Hilfe erfolgt in Form von medizinischer Untestützung für die Kämpfer aus der Region Erbil.

Belgien will sich nicht mit Waffenlieferungen an die Peschmerga an deren Kampf gegen den IS beteiligen, sondern mit medizinischer Hilfe. In Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden liefert Belgien 41 Paletten mit medizinischem Material an die kurdischen Kämpfer in der Region der irakisch-kurdischen Stadt Erbil.

Dort hat auch die Regierung der Autonomen Region Kurdistan ihren Sitz. Neben medizinischer Hilfe für die Kurden stationiert das belgische Verteidigungsministerium dort aber auch fünf Soldaten, die sich an der Ausbildung von Peschmerga beteiligen werden.

Nach einem Besuch von Abgeordneten aus der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments in Erbil im vergangenen Jahr und einer Visite von irakischen Kurden bei der belgischen Regierung, in deren Rahmen die Kurden um Hilfe aus unserem Land baten, reagierte die Politik jetzt.

Die Peschmerga hatten Belgien auch um Waffen und Munition gebeten, doch darauf wollte die Regierung aus diplomatischen Gründen nicht eingehen. Umfassende medizinische Hilfe wird aber sehr wohl gewährt. Deutschland organisiert diese Hilfsmaßnahmen, an denen sich Belgien beteiligt.

58 Mio. €: Belgien beteiligt sich an Türkei-Hilfe

Belgien wird sich mit 58 Mio. € an den Milliardenzahlungen zur Flüchtlingshilfe in der Türkei beteiligen. Die EU-Länder einigten sich am Mittwoch in Rom darauf, gemeinsam 2 Mia. € für die Türkei zusammenzubringen. Eine weitere Milliarde wird aus dem EU-Haushalt beigesteuert. Interessant ist dabei auch für Belgien, dass diese Ausgaben nicht in den Staatshaushalt einbezogen werden müssen, den die Länder der EU in Sachen Defizit vorlegen müssen.