Ergebnisloses Opel-Treffen mit Belgiens Regierung

Eine Gesprächsrunde im Kabinett von Belgiens Wirtschafts-, Arbeits- und Verbraucherschutzminister Kris Peeters (CD&V) mit Vertretern des Opel-Managements, der belgischen Wirtschaftsinspektion und der Thomas Moore-Hochschule zu Softwaremanipulationen bei bestimmten Zafira-Modellen hat am Donnerstag zu keinem Ergebnis geführt.
AP2013

Gemeinsam mit Reportern unseres Hauses VRT hatten Mitarbeiter der Thomas Moore-Hochschule festgestellt, dass der Ausstoß von Stickoxyden bei zwei Opel Zafira Tourer 1,6 Diesel nach Werkstattaufenthalten deutlich gesunken war. Verbraucherschutzminister Peeters verlangt seit dem der Vorgang bekannt wurde, dass Opel seine Kunden in Belgien darüber aufklärt, was hier geschehen ist.

Dabei steht bei Minister Peeters noch nicht einmal die Frage im Vordergrund, ob hier tatsächlich fahrzeuginterne Software manipuliert wurde, sondern die Tatsache, dass der Vorgang in den Opel-Werkstätten ohne Wissen der Fahrzeugbesitzer durchgeführt wurde.

Aber, Peeters will auch wissen, welche Instruktionen die belgischen Opel-Filialen vom deutschen Mutterhaus dazu bekommen haben. Inzwischen gab der Minister der belgischen Wirtschaftsinspektion den Auftrag, dieser Sache nachzugehen und seit einigen Tagen durchsuchen die Mitarbeiter dieser Behörde die Räumlichkeiten von Opel-Werkstätten und -Händlern nach Hinweisen auf die Hintergründe dieser Vorfälle.

Zum Zwecke der Aufklärung hatte der Verbraucherschutzminister am Donnerstag zu einem Gespräch mit Vertretern von Opel, die aus Deutschland angereist waren, geladen. An dieser Gesprächsrunde nahmen auch Mitarbeiter der belgischen Wirtschaftsinspektion und der Thomas Moore-Hochschule teil.

Doch nach Ablauf dieser Runde wurde deutlich, dass diese nichts zur Aufklärung der Vorgänge um die Zafira-Dieselmotoren beigetragen hat. Pierre Demus von Opel Belgien wollte nach Ablauf der Gespräche keinen Kommentar abgeben. Inzwischen sucht die Wirtschaftsinspektion weiter Opel-Vertretungen auf.