Gent eröffnet ein schwimmendes Asylzentrum

Im Hafen von Gent hat ein riesiger Ponton festgemacht, in dem rund 250 Flüchtlinge und Asylsucher untergebracht werden. Der 110 m lange Ponton kam über die Binnenwasserwege aus Richtung Niederlande nach Gent. Sein Standort liegt am Rigakai unweit des Besucherzentrums der Genter Hafenverwaltung.

Nach Angaben von Rudy Coddens (SP.A), Vorsitzender des Öffentlichen Sozialhilfezentrums von Gent, werden in diesem Ponton ab dem 15. Februar Flüchtlinge beherbergt: „Der Ponton wird jetzt angeschlossen und vollständig eingerichtet. Vorher müssen noch einige technische Formalitäten und die Abnahme geregelt werden und zum guten Schluss muss Fedasil (die belgische Einwanderungsbehörde (A.d.R.))) noch seine Zustimmung geben.“

Verwaltet wird dieses schwimmende Flüchtlingsheim von einem Konsortium aus mehreren Firmen, u.a. Corsendonck und G4S Care, und am Montag beginnt ein 20köpfiges Team aus einem Leiter für das Zentrum, aus Sozialarbeitern, aus schulischen und verwaltungstechnischen Mitarbeitern und aus Gesundheitspersonal mit der vorbereitenden Arbeit.

Das Zentrum, das in Doordrecht in den Niederlanden als Haftanstalt genutzt wurde, wird für seine neue Bestimmung vollständig umgebaut. Die einzelnen Räume sind 20 m² groß, haben eine Dusche und eine Toilette und können vier Personen beherbergen. Mehrere Zimmer müssen sich aber einen Gemeinschaftsraum und eine Küche teilen.

Die Stadt Gent sieht richtet dort auch ein administratives Büro ein und sorgt für Freizeitbeschäftigung, z.B. mit bereitgestellten Fahrrädern und Veranstaltungen.