RTBF erhebt Anzeige in Deutschland

Eine RTBF-Journalistin ist am Altweiberdonnerstag vor laufender Kamera in Köln begrabscht worden. Der öffentlich-rechtliche französischsprachige Sender hat Anzeige bei der Polizei in Köln erhoben.

Die RTBF ist schockiert und nicht nur sie. 

Am gestrigen Donnerstag hatte die Journalistin Esmeralda Labye, ein bekanntes TV-Gesicht der RTBF, live zu den 13-Uhr Nachrichten von der Altweiberfastnacht aus Köln berichtet. Mitten in ihrem Gespräch wurde sie von mehreren Männern sexuell belästigt.

In einer Art Blog auf der Webseite der RTBF erklärte sie später ihre Sicht der Dinge. Sie habe dies, weil sie sich auf ihr Live-Gespräch konzentrierte, zunächst gar nicht so wahrgenommen. Sie habe es zunächst "ausgeblendet", für die üblichen schlechten Scherze von Störenfrieden gehalten. Die Männer machten obszöne Gesten. Doch am Ende, kurz nachdem die Kamera ausgeschaltet war, überschritt offenbar einer der Männer eindeutig die rote Linie und  habe der Journalistin an die Brüste gefasst. 

Sie sei schockiert gewesen, genauso wie der Kameramann, der dabei war.

Die RTBF hat noch am Donnerstag reagiert und Anzeige bei der Polizei in Köln erstattet. Am Nachmittag hätte man sich im Rathaus von Köln bei der Journalistin und beim Sender entschuldigt und polizeiliche Begleitung zur weiteren Berichterstattung angeboten, heißt es bei der RTBF.

Wie die Journalistin in ihrer Erklärung weiter schreibt, sei sie auch von der Polzei gefragt worden, ob sie psychologische Unterstützung nötig habe.

Die 42-jährige Reporterin sagt, dass die Männer Deutsch gesprochen hätten.

Da es ausreichend Videomaterial gibt, seien die Chancen hoch, die Männer zu schnappen, heißt es bei der Polizei.