Mitarbeiter der Bahn kamen mit giftigem Stoff in Berührung

Mindestens fünf Mitarbeiter der belgischen Bahn NMBS sind mit dem giftigen Stoff Chrom VI in Berührung gekommen. Der Gewerkschaft zufolge gehe es sogar um hundert Personen. Die Parlamentarierin Karin Timmerman (SP.A) verlangt eine Erklärung von der zuständigen Ministerin Jacqueline Galant.

Die Mitarbeiter sind während der Renovierung alter Züge in der Werkstatt von Gentbrügge mit dem krebserregenden Stoff in Berührung gekommen.

An den Motorblöcken, an denen die Mitarbeiter schliffen und schweißten, befand sich Farbe mit Chrom VI. Bart Crols, Sprecher der belgischen Bahn NMBS, betonte in der VRT hierzu: "Ermittlungen nach den genauen Umständen des Geschehens sind aufgenommen worden." Die Arbeiten seien in jedem Fall sofort eingestellt und es seien verschiedene Messungen durchgefuhrt worden.

Aus der Auswertung der Messungen gehe derzeit hervor, dass es für die Mitarbeiter, die dem Stoff ausgesetzt waren, keine Folgen gehabt habe, so der Sprecher Bart Crols. "Ich will unterstreichen, dass alle Personen die nötige Schutzkleidung trugen sowie ein extra Beatmungssystem. Die Gefahr, dass sie Chrom VI eingeatmet haben, ist also sehr klein."

Die betroffenen Mitarbeiter hatten die Farbe im Inneren alter Züge des Typs MR75 abgeschliffen. Drei der Waggons waren bereits fertig, als das Problem mit der Farbe festgestellt wurde. Die Arbeiten sind seit Dezember eingestellt worden.

Alle betroffenen Arbeitnehmer müssen nun regelmäßig jahrelang medizinisch untersucht werden, denn Chrom VI ist langfristig wie Asbest äußerst schädlich. In der Halle, in der die Arbeiten ausgeführt wurden, wurden die zulässigen Werte mehrmals überschritten. Das haben die Messungen ergeben.