Aachen: Verfahren gegen Tihange 2 läuft

Die StädteRegionAachen hat erstmals ein eigenes Verfahren gegen Tihange 2 angestoßen. "Das Verfahren läuft. Die StädteRegion Aachen hat jetzt beim belgischen Staatsrat Klage gegen 'Tihange 2' eingereicht", heißt es in einer Pressemitteilung der StädteRegionAachen. Das oberste belgische "Verwaltungsgericht" habe das bereits vergangenen Freitag bestätigt.

Der Antrag richtet sich gegen das erneute Hochfahren des Reaktorblocks 2. Der Reaktor war im März 2015 wegen kleiner Haarrisse vom Netz genommen worden und wurde im Dezember, nach Beschluss der belgischen Atomenergiebehörde (FANK) zur Zulassung der Wiederinbetriebnahme, erneut angeschlossen.

Die Gegenseite habe jetzt 60 Tage Zeit, um eine Klageerwiderung zu formulieren, heißt es weiter in der Pressemitteilung. In dieser wird auch der Städteregionsrat Helmut Etschenberg mit den zufriedenen Worten zitiert: "Gemeinsam wollen wir erreichen, dass sich die Menschen in unserer Region wieder sicher fühlen können."

Schon bald soll eine weitere Klage vor einem ordentlichen belgischen Gericht (Gericht erster Instanz) folgen. Außerdem wollten sich die StädteRegion Aachen und Greenpeace Belgien in dieser Sache gegenseitig unterstützen, so der Tenor der StädteRegionAachen.

Viele Kommunen in Deutschland machen sich offensichtlich Sorgen, denn in dem Schreiben heißt es auch noch: "Beinahe täglich melden sich weitere Kommunen, die sich ebenfalls an den Verfahren beteiligen wollen."