Helfer für Flüchtlinge gesucht!

Die Gemeinde Mol in den Antwerpener Kempen sucht ehrenamtliche Mitarbeiter, die Flüchtlinge in ihrer ersten Zeit in Belgien begleiten können. Sie sollen die Flüchtlinge in den ersten Monaten nach ihrer Anerkennung bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützen.

Das Interesse auf einer entsprechenden Informationsveranstaltung am gestrigen Donnerstagabend war groß.

Ziel ist, den Flüchtlingen zu helfen, sich schneller zu integrieren.

Der Koordinator Jan Cuypers betonte im VRT-Radio an diesem Freitagmorgen hierzu: "Das kann sehr einfach und kurzfristig erfolgen oder sehr intensiv sein. Alles ist möglich. Was derzeit zum Beispiel gemacht wird, ist, dass man die Beförderung eines der Kinder übernimmt, das die Kunstakademie besuchen möchte. Konkret haben wir zum Beispiel einen ehrenamtlichen Mitarbeiter gesucht, der das machen möchte."

Es handelt sich um Flüchtlinge, die sich schon länger in Belgien aufhalten, nicht um Personen, die vorübergehend im Freizeitzentrum Zilvermeer in Mol aufgenommen  worden sind.

Forderung nach einer anderen Wohnungspolitik

Unterdessen hat das Beratungsgremium für den Wohnungsbau in Flandern die flämische Regierung angesichts tausender Flüchtlinge, die schon bald eine Wohnung in unserem Land suchten, zu einer besseren Wohnungspolitik aufgefordert. 

Schon jetzt sei der Mangel an bezahlbaren Unterkünften groß und die ohnehin angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt würde sich mit dem Flüchtlingsstrom noch weiter verschärfen. Es dürfe keine Konkurrenzsituation zwischen Flüchtlingen und anderen einkommensschwachen Gruppen entstehen, lautet der Tenor.

Laut dem Beratungsgremium investiere die flämische Regierung zu wenig in Hilfen für diejenigen, die nur schwer einen bezahlbaren Wohnraum finden.