"Aus Brussels Airlines-Kapital aussteigen"

Jean-Claude Marcourt (PS - Foto), der Wirtschaftsminister des belgischen Bundeslandes Wallonien, gab an, dass sich seine Region aus dem Kapital der Fluggesellschaft Brussels Airlines zurückziehen werde, falls die Lufthansa dazu übergehen wolle, alle Aktien der Gesellschaft zu übernehmen.

Walloniens Wirtschaftsminister Marcourt sagte am Sonntag gegenüber dem frankophonen Privatsender RTL-TVi, dass seine Region dazu bereit sei, „aus dem Kapital von Brussels Airlines auszusteigen“, falls die deutsche Lufthansa von ihrer Option Gebrauch machen wolle, alle Anteile an der belgischen Fluggesellschaft zu übernehmen.

Die Wallonische Region ist derzeit noch einer der Anteilseigner der SN-Airholding, der Holding über der Brussels Airlines-Gruppe, an der die Lufthansa bereits 45 % der Aktien in Händen hält.

Offenbar liegen bei der Lufthansa Bemühungen vor, nach denen Brussels Airlines ganz übernommen werden soll. Die Lufthansa hat im Prinzip die Möglichkeit, bis zum Jahr 2017 diesen Schritt jeweils im April zu tun.

Was die deutsche Fluggesellschaft mit ihrem belgischen Ableger vor hat, bleibt aber weiter unklar. Neue Namen machen die Runde und die Beschäftigten von Brussels Airlines befürchten, dass ihre Gesellschaft zu einer Billigfluglinie werden soll.

Nürnberg

Seit heute (Mo., 15.Februar) fliegt Brussels Airlines übrigens Nürnberg an. Sechs Mal pro Woche soll die belgische und EU-Hauptstadt Brüssel nonstop mit der fränkischen Metropole verbunden werden und der erste Start erfolgt bereits vor dem allgemeinen Flugplanwechsel Ende März 2016.