In Sachen Kinderrechte steht Belgien an der Spitze

Wenn es darauf ankommt, die Rechte von Kindern vor Gericht gelten zu lassen, schneidet kein Land so gut ab, wie Belgien. Dies bestätigt der jüngste Bericht des Internationalen Netzwerks für die Rechte des Kindes (Child Rights International Network (CRIN)). Hier wird verglichen, in welchem Maße auf die Meinung von Kindern im Zuge von Gerichtsverfahren eingegangen wird.
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Das Belgien hier im Vergleich ganz vorne liegt, ist das Resultat von jahrelangen Anstrengungen. Mittlerweile haben Kinder vor Gericht ein Recht sich zu äußern und die Konsultierung von Jugendanwälten ist in unserem Land kostenlos. Doch nach Ansicht von Belgiens Kommissar für die Rechte des Kindes, Bruno Vanobbergen, könnte alles noch besser sein:

„In der Praxis kann man beobachten, dass die Kommunikation zwischen Richtern und Kindern noch besser werden kann. Ich denke dabei auch an eine bessere Information für Kinder und Jugendliche, denn sie wissen oft nicht, was möglich ist und welche Rechte sie haben. Auch die Ausbildung von Jugendanwälten könnte besser in das Studium eingebettet werden.“

Belgien führt die Weltrangliste für die Rechte von Kindern vor Portugal und Spanien an. Dahinter folgen Finnland, die Niederlande, Luxemburg, Kenia als einziges nicht-europäisches Land in der Top 10, Island, Lettland und Großbritannien. Am Ende der Liste stehen Palästina, Eritrea und Äquatorial-Guinea.