Freie Uni Brüssel bietet Flüchtlingen Studienplätze

Offiziell anerkannte Flüchtlinge, die einen akademischen Hintergrund vorweisen können, haben die Möglichkeit, ihr Studium oder ihre Ausbildung an der Freien Universität Brüssel (VUB) fortzusetzen. Dazu hat die VUB ein „Welcome Refugee“-Programm erstellt.

„Seit Rektor Paul De Knoop in seiner Neujahrsansprache einen Aufruf an die Flüchtlinge richtete, sich an der VUB einzuschreiben, haben wir 800 Emails von Studenten erhalten, die möglicherweise interessiert sind. Auch von Fedasil (das staatliche belgische Ausländeramt, das sich um die Aufnahme und die Unterbringung der Flüchtlinge in Belgien kümmert (A.d.R.)) kam eine große Nachfrage, denn sie sehen viele junge Leute, die ihre Zeit verschwenden.“, sagt Bart Van Den Abeele, der Koordinator der Flüchtlings-Programme an der flämischen Universität in Brüssel.

Seit kurzem dürfen sich Flüchtlinge, die die erforderlichen Dokumente vorlegen können, an der VUB einschreiben. Jeder potentielle Student wird zudem von der Universität über ein Screening auf seinen akademischen Hintergrund geprüft. Bei der VUB stellte man überdies fest, dass viele Flüchtlinge aus Syrien und aus dem Irak sehr gut Englisch sprechen und sich schon dadurch in die Kurse eingliedern können. Für die, die ein Sprachenproblem haben, bietet die Uni Unterrichte in Niederländisch und Englisch an.

„Das Gesetz schreibt vor, dass wenn man einmal als Flüchtling anerkannt ist, die Möglichkeit besteht, eine Studienbörse zu beantragen. Von den Behörden wird erwartet, eine solche Studienbörse zu erteilen, damit sich die Studenten auf dieser Basis anmelden können. Die Mindest-Einschreibegebühr bei uns beträgt 105 €. Wir werden sehen, ob die VUB hier selbst einen Beitrag zu leisten kann oder ob die Flüchtlinge in der Lage sind, das selbst zu finanzieren.“, so Van den Abeele abschließend dazu.