Cyberangriff auf belgische Regierungswebseiten

Die Internetseiten von Belgiens Premier Michel und Verteidigungsminister Vandeput sind am Freitagmorgen durch einen Hackerangriff lahmgelegt worden. Das hat das Zentrum für Cyber-Sicherheit bestätigt. Zu dem Angriff hat sich die belgische Abteilung der Hackergruppe „Down-Sec“ bekannt.

Wer am Freitagmorgen die Webseite des belgischen Regierungschefs Louis Michel – premier.be – oder des belgischen Verteidigungsministeriums – mil.be – besuchen wollte, blieb erfolglos. Die beiden Internetseiten wurden durch einen weltweit organisierten, massiven Cyberangriff lahmgelegt und waren für Surfer nicht mehr erreichbar. Die Hacker hatten aber keinen Zugriff auf die Informationen und Daten, die auf diesen Webseiten veröffentlicht werden.

Die Gruppe hatte am Donnerstag angekündigt, sie werde zwei Regierungsauftritte im Netz lahmlegen, wenn bis Freitag keine neuen Informationen im Zusammenhang mit einem schweren Fall von Cyber-Mobbing vorliegen würden. In Herstal bei Lüttich hatte sich eine junge Frau umgebracht, nachdem sie im Netz wiederholt Opfer von Mobbingattacken geworden war.

Die Cyber-Aktivisten hatten in diesem Zusammenhang auch schon die Internetseite von unter anderem der wallonischen Unterrichtministerin Joëlle Milquet lahmgelegt. Ihr werfen sie Untätigkeit im Zusammenhang mit Cyber-Mobbing vor.