Geisterzug erst nach 12 km gestoppt

Auf den Bahngleisen zwischen den flämischen Städten Landen und Tienen war am Donnerstagabend ein Geisterzug unterwegs. In Landen hatte sich der glücklicherweise leere Zug ohne Lokführer in Bewegung gesetzt. Die Ursache ist noch ungeklärt.

Der Lokführer hatte ein technisches Problem bemerkt und war am Bahnhof Landen ausgestiegen, um der Sache nach zu gehen. Plötzlich setzte sich der Zug von alleine wieder in Bewegung. Die führerlose Fahrt dauerte zwölf Kilometer.

„Zum Zeitpunkt des Geschehens befanden sich keine Zugreisenden an Bord, und weil der Zug sehr langsam fuhr, wurde entschieden, ihn bis Tienen fahren zu lassen, um ihn dort auf einem toten Gleis auslaufen zu lassen“, so Bahnsprecher Bart Crols. Am Bahnhof von Tienen konnte ein anderer Zugführer auf den Zug aufspringen und ihn zum Stehen bringen..

Aus Sicherheitsgründen wurde der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Landen und Tienen zwischen 21:00 und 21:30 Uhr stillgelegt. Alle Bahnübergänge, die der Zug passierte, waren ordnungsgemäß geschlossen. Die belgische Bahn NMBS/SNCB stellte klar, dass die Sicherheit nie gefährdet war. Sie kündigte aber eine gründliche Überprüfung des Zwischenfalls an. Untersucht werden muss, warum das automatische Notbremssystem nicht funktionierte.