Sabotage auf Eurostar-Strecke

Ein Betonklotz, der auf die Schienen in Ath, im Hennegau, gelegt wurde, hätte fast zur Entgleisung eines Eurostars geführt. Es handelte sich um einen Zug mit 450 Fahrgästen an Bord, der am gestrigen Freitag von London in Richtung Brüssel unterwegs war.
BELGA/LEGASSE

Niemand wurde verletzt. Es wurden Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen. 

Frederic Petit vom Bahnnetzbetreiber Infrabel erklärte an diesem Samstag in der VRT: "Um 11 Uhr morgens hat ein Eurostar auf der Höhe von Ath ein Hindernis gerammt. Die Inspektion hat ergeben, dass es sich bei dem Hindernis um einen Betonklotz handelte." Es sei eindeutig eine mutwillige Tat gewesen, die derzeit untersucht werde und die man besonders bedauere.

"Bei dem Zusammenstoß des Eurostars mit dem Betonklotz ist zum Glück niemand verletzt worden, aber der Zug fuhr sehr schnell, also hätte das ernsthafte Folgen haben können. Zum Glück ist der Schaden nicht allzu groß, aber es bleibt natürlich eine Tat, die zutiefst bedauerlich ist."

Der Zug konnte die Reise erst fünf Stunden nach dem Zwischenfall mit niedriger Geschwindigkeit fortsetzen und kam schließlich mit rund sechs Stunden Verspätung gegen 17 Uhr im Brüsseler Südbahnhof an.

Mehreren Brunnen zufolge sollen inzwischen vier verdächtige Personen festgenommen worden sein. Die Staatsanwaltschaft von Tournai will jedoch erst am Montag mehr Informationen hierzu preis geben. 

Infrabel erstattet unterdessen Anzeige. "Infrabel wird nach dieser mutwilligen Tat Anzeige erstatten, eine Tat der Sabotage, die gegen die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs gerichtet war", sagte Petit der Presseagentur Belga.

Es ist nicht der erste Zwischenfall in der Gegend. Vor etwa drei Monaten wurde ein Thalys-Zug nach Brandstiftungen in vier Stromkabinen auf der gleichen Strecke blockiert.