Mitarbeiter des Roten Kreuzes erstattet Anzeige gegen Asylbewerber

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes hat nach der Schlägerei in einem Aufnahmelager für Asylbewerber in Leopoldsburg (Limburg) Anzeige bei der Polizei erstattet.

Vergangenen Freitag kam es in einem Flüchtlingslager in Leopoldsburg zu Unruhen. Einige Afghanen hatten schon seit geraumer Zeit ein Mädchen bedrängt, das kein Kopftuch tragen wollte. Daraufhin hatten sich zwei Gruppen gebildet: Syrer und Iraker auf der einen Seite und Afghanen auf der anderen. Insgesamt gingen etwa 100 Menschen aufeinander los.

Die Polizei konnte die Leute beruhigen und nahm 11 Afghanen zum Verhör mit. Vier von ihnen, die als Anstifter der Schlägerei gelten, saßen noch bis zu diesem Sonntagmorgen in einer Zelle der örtlichen Polizei und sind inzwischen auf zwei verschiedene geschlossene Asylheime verteilt worden. Sie werden nun vom Ausländeramt kontrolliert.

Was die sieben anderen betrifft, war bereits am gestrigen Samstag entschieden worden, dass sie auf verschiedene andere Asylheime verteilt würden.

Diese Gruppe ist nun größer geworden. Das wurde der VRT bestätigt. Insgesamt handelt es sich um 26 Menschen, sowohl Afghanen, als auch Syrer und Iraker, die auf andere Asylheime verteilt worden sind. Diese Personen waren allesamt direkt in die Schlägerei verwickelt.

Personen, die indirekt in die Schlägerei verwickelt waren, haben einen offiziellen Verweis bekommen. "Wir wollen deutlich machen, dass es Regeln gibt und dass diese eingehalten werden müssen", so der Bürgermeister Wouter Beke (CD&V). "Wer sich nicht daran hält, muss die Konsequenzen tragen. Nur weil ein paar faule Äpfel darunter sind, darf man doch nicht zulassen, dass der ganze Korb schlecht wird."

Auch die Familie des syrischen Mädchens, um das sich der Konflikt drehte, hat entschieden, das Heim in Leopoldsburg zu verlassen. Sie wollen nicht länger in einem Asylheim bleiben, in dem auch Afghanen untergebracht sind. Derzeit weiß niemand, wo sich die vierköpfige Familie aufhält.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes erstattet Anzeige

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes wurde während der Schlägerei von einem der Anstifter beschimpft und fühlte sich bedroht. Er hat nun Anzeige erstattet. An Luyten Sprecherin des Roten Kreuzes sagte in der VRT am Sonntag hierzu: "Der Mann wurde nicht körperlich angegriffen, aber anscheinend haben ihn die Drohungen des Anstifters doch sehr mitgenommen. Der Mitarbeiter hat folglich entschieden, Anzeige bei der Polizei zu erstatten."