Rechtsextreme und Islam-Gegner demonstrieren in Gent

In Gent findet an diesem Sonntagmorgen eine gemeinsame Demonstration der neofaschistischen Gruppe "Voorpost, der Anhänger der rechtsextremen Partei Vlaams Belang und der Anti-Islam-Bewegung "Pegida" statt.

Sie demonstrieren dort gegen die Aufnahme von Flüchtlingen auf einem Ponton, der in Gent verankert ist. Es handelt sich um ein ehemaliges Gefängnisschiff, das zu einem vorübergehenden Aufnahmelager für Asylantragsteller umgebaut wurde.

"Wir werden gegen den Flüchtlingstsunami demonstrieren, mit dem Flandern und ganz Europa konfrontiert wird, gegen die weitere Islamisierung, denn die Leute kommen alle aus Gebieten, in denen der Islam das Sagen hat. Sie sind mit allem hier unzufrieden. Sie sollten froh sein, dass sie hier aufgenommen werden, aber das scheint ihnen nicht auszureichen", so Nick van Michem von Voorpost kurz vor der Demo.

Gleichzeitig haben sich In Gent Gegendemonstranten versammelt, die eher linken Organisationen angehören. Sie wollen ein Gegenzeichen setzen. "Wir wollen heute das Signal geben, dass wir als Bürger, Vereinigungen, als Zivilgesellschaft positive Botschaften verkünden können und das allgemeine Bild vermitteln, dass die humane und respektvolle Art des Umgangs mit Flüchtlingen möglich ist", so Sofie Dhulster.

Das Polizeiaufgebot in den Straßen von Gent ist groß.

900 Gegendemonstranten zogen zum Ponton

300 Anhänger von Pegida und Voorpost demonstrierten in der Innenstadt

Nicolas Maeterlinck