Delhaize und Albert Heijn müssen Geschäfte abstoßen

Die Supermarktketten Delhaize und Albert Heijn müssen mehrere Geschäfte in Belgien verkaufen. Das hat die belgische Wettbewerbsaufsichtsbehörde gefordert. Sie prüft die geplante Fusion von Delhaize und Ahold, dem Mutterunternehmen von Albert Heijn.

In einem vorläufigen Ergebnis kommt die Behörde zu dem Schluss, dass die beiden Supermarktketten in einigen Gebieten in Flandern zusammen eine beherrschende Stellung einnehmen würden. Sie müssen sich deshalb von einigen Geschäften trennen.

Die niederländische Supermarktkette Albert Heijn betreibt 38 Geschäfte in Flandern. Den Gewerkschaften zufolge sollen 8 Niederlassungen (400 Jobs) bei Albert Heijn betroffen sein und auch einige Delhaize-Geschäfte. Bei der belgischen Supermarktkette Delhaize soll es sich um Franchisenehmer handeln, das heißt um Supermärkte, die allesamt von selbständigen Unternehmern betrieben werden.

Die betroffenen Geschäfte und das Personal seien bereits unterrichtet worden, heißt es bei der Delhaize-Gruppe. Es wird von 5 Geschäften ausgegangen, die von Delhaize veräußert werden müssen.

Die Fusion zwischen Ahold (also dem Mutterbetrieb von Albert Heijn) und Delhaize wurde im letzten Jahr abgeschlossen. Ahold-Delhaize ist durch die Fusion zur größten Supermarktkette der Benelux-Staaten geworden. Die Supermarktkette hat 6.500 Läden und über 50 Millionen Kunden pro Woche in Europa und vor allem in den USA.